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---> Verband Deutscher Tonmeister

Gedanken zur Musikproduktion

Eine Musikproduktion (beispielsweise die Erstellung einer CD) folgt anderen Gesetzmäßigkeiten als ein Konzert.

Bei einem Konzertmitschnitt, egal ob es sich dabei um Chor, Orchester, Band oder alles miteinander handelt (z. B. bei einem Musical), ist die Musik für den Zuhörer im Saal bestimmt und eng verknüpft mit dem visuellen Eindruck und dem körperlichen Empfinden, den der Raum und das Geschehen auf der Bühne vermittelt. Das Publikum erlebt einen Gesamteindruck aus optischen und akustischen Reizen, wobei in der Regel beides einander verstärkt. Die Musik erklingt zudem flüchtig, ist im Moment des Geschehens bereits wieder vorüber und nur noch eine Spur in der Erinnerung. Etwaige "Missgeschicke" oder "Pannen" verblassen dabei schon während der Aufführung. Ein Konzertmitschnitt wird daher immer eine "Momentaufnahme" sein, quasi ein Zeitdokument.

Die Anforderungen an eine produzierte Musikaufnahme sind in vielerlei Hinsicht völlig anders.

Das Fehlen der visuellen Komponente (ich sehe keine Musiker!) und ein gänzlich verschiedenes Ambiente (ich sitze im Wohnzimmer statt im Konzertsaal), verbunden mit der Möglichkeit, eine Aufnahme beliebig oft anzuhören, schafft eine überproportionale Fokussierung: Jeder Fehler, sei es in der Musik, im Aufnahmesaal oder in der Produktionstechnik, kann bei mehrmaligem Abspielen zum unangenehmen "Stolperstein" werden.

Um üblicherweise konzertant gespielte Musik konservieren zu können, bedarf es besonderer Maßnahmen. Probleme, die durch den fehlenden optischen Reiz und die veränderten räumlichen Gegebenheiten entstehen, müssen vom Tonmeister gelöst werden, um eine in klanglicher und musikalischer Hinsicht befriedigende Aufnahme zu erhalten.

Der Tonmeister verfügt nicht nur über die nötigen technischen Kenntnisse, um die gesamte Aufnahmekette vom Mikrofon bis zum Lautsprecher beurteilen zu können, sondern weiß darüber hinaus auch um die musikalisch-akustischen Eigenschaften der Instrumente und ihrer Wechselwirkungen mit dem Aufnahmeraum. Er ist in der Lage, die Musiker/innen auch in Fragen der Interpretation im Hinblick auf die besonderen Verhältnisse bei einer Tonkonserve zu beraten.

Nach der Aufzeichnung erfolgt die Nachbearbeitung der Aufnahmen ("Postproduction"), d. h. das unhörbare Zusammenfügen der gelungensten Aufnahmen, bei Mehrspurproduktionen auch das Heruntermischen auf das endgültige Format (meist Stereo) und die Festlegung der für das jeweilige Stück angemessenen Klangbalance.

Der zeitliche Aufwand für die gesamte Postproduction ist abhängig von der Qualität der eingespielten Aufnahmen und beträgt im günstigsten Fall mindestens noch einmal den Umfang der Aufnahmesitzungen.

Ein erfahrener Tonmeister bringt neben der Technik auch solide erlerntes "Handwerk" und geschulte Ohren mit in die Produktion ein. Er ist Partner der Musikerinnen und Musiker. Er führt gegebenenfalls zusammen mit der musikalischen Leitung durch die Aufnahme und berät in wichtigen Fragen. So entsteht eine Aufnahme, die aus dem Möglichen das Beste herausholt. Eine Aufnahme, die den flüchtigen Moment des Klanges verzaubert und festhält. Eine Aufnahme, die auch der kommerziellen Nutzung dienen kann.

Olaf G. Günther, Tonmeister (VDT)


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letzte Aktualisierung: Dienstag, 24. Juli 2007